Mit Irmi und John sind wir Ende April 2008 einen Tag in der Innenstadt von Chicago unterwegs. Es ist eine Stadt der Superlative mit einem überwältigenden Ensemble moderner Architektur. Hier wurde der Hochhausbau erfunden und auf dieser Tour fahren wir nicht nur mit dem schnellsten Aufzug der Welt hinauf in das Hancock Center, sondern auch mit dem Boot auf den Wasserstraßen Chicagos mitten durch die grandiose Hochhauslandschaft. Unser Tagesprogramm führt uns durch eine Schatzkammer moderner Architektur, in der sich die berühmtesten Baumeister des letzten Jahrhunderts und der Gegenwart ein Denkmal setzten.

Chicago hat einzigartig angelegte Öffentliche Plätze und Parks, mit monumentalen Skulpturen und Wasserspielen, aber auch ausgedehnte Strände am Ufer des Lake Michigan.

Chicago ist weit mehr als die Summe seiner sehr beeindruckenden ‚Skyscraper‘. Das merkt man ganz schnell beim Besuch von typischen Restaurants, in den Blues- und Jazzclubs der Stadt, oder in der Bubba Gump Shrimp Bar beim „Navy Pier“, wo es Papa Gumb Shrimps von Forrest Gump gibt und leckere Cocktails.

Im Chicago des 17. Jahrhunderts gab es nur ein paar Indianerhütten und Wälder in denen jede Menge wilde Zwiebel wuchsen. Daher stammt auch der Name Chicago, eigentlich „„Checagou“ was bei den Indianer so viel heißt wie, das Land der wilden Zwiebeln.

Im Jahre 1779 erbaute ein Trapper und Pelzhändler das erste feste Gebäude, eine kleine Handelsniederlassung an der Mündung des heutigen Chicago River. Im Laufe der Jahre wuchs Chicago zu einem immer wichtigeren Handelsstützpunkt der Pelzhändler an, und die Indianer wurden dabei Schritt für Schritt vertrieben. 1833 erhielt Chicago mit über 800 Einwohnern den Status einer Gemeinde. Der Bau von Straßen, Eisenbahnlinien und Seepassagen führte in den späten 50er Jahren des 19. Jahrhunderts zu über 100.000 eintreffenden Siedler in Chicago pro Jahr. Heute verfügt die blühende, 3 Millionen Einwohner zählende Metropole (in der Metropolregion 9,5 Millionen Menschen) über 4 Börsen, mehreren Universitäten, ist Sitz zahlreicher internationaler Firmen, die die gute Verkehrsanbindung Chicagos nutzen.

Chicago hat auch noch den Beinamen ‚Windy City‘  – die windige Stadt, denn der Wind weht immer und wird durch die Häuserschluchten verstärkt. Auch ehemalige Gangstermetropole wird Chicago genannt. Al Capone und John Dillinger trieben hier ihr Unwesen, aber das ist längst Geschichte.  Es gibt viel zu sehen. Die Stadt am Michigan See ist nicht nur architektonisch eine Sehenswürdigkeit. Chicago ist eine schöne und saubere Stadt, voll mit Menschen und Autos. Trotzdem fühlen wir uns wohl. Das Mittagessen nehmen wir in einem Restaurant im Hancock-Center im 96’sten Stockwerk ein.

Von da aus genießen wir einen traumhaften Rundblick auf die Stadt und den Michigan-See.

Das John Hancock Center ist hauptsächlich ein „Wohnwolkenkratzer„. Bis zum 43. Stockwerk befinden sich jedoch Büroräumlichkeiten. Im 44. Stock befinden sich das höchste Schwimmbad Nordamerikas ein Fitnesszentrum, die Eingangshalle sowie ein kleiner Einkaufsladen für die Bewohner. Die Stockwerke 45 bis 93 werden von Privatpersonen bewohnt und bilden die sogenannte „resident-area“, die nur von deren Bewohnern und Gästen betreten werden darf. In seinem 94. Stockwerk befindet sich das observatory, die Aussichtsetage. Von hier aus bietet sich bei klarem Wetter ein 100 km weiter Blick über Chicago und den Michigansee. Im 95. und 96. Stock befindet sich das Restaurant „Signature Room“.

 

Nachmittags erleben wir vom Boot aus auf dem Chicago-Fluss die Hochhäuser der Stadt.

Weitere Bilder sind auf meiner Homepage in der Fotogalerie Bilder unter ‚USA Verschiedenes‘ im Album ‚Chicago an einem Tag‘ zu sehen.

Fortsetzung folgt !