Die Galápagosinseln liegen ca. 1.000 km vom Ecuadoreanischen Festland entfernt im Pazifik. Sie bilden die vierte geographische Zone Ecuadors. Ähnlich wie Hawaii sind die Inseln geologisch sehr jung (zwischen 700.000 und 3 Millionen Jahren) und ozeanisch-vulkanischen Ursprungs. Das heißt, sie hatten niemals in ihrer Geschichte Kontakt zum Festland. Die Gesamtfläche der auf 320 km verstreuten Inselgruppe beträgt mehr als 8000 km², von denen über die Hälfte auf die Hauptinsel Isabela entfällt. Genau auf dem Äquator, auf der Vulkaninsel Wolf liegt die höchste Erhebung (1707m) der Galápagos-Inseln. Die Galapagosinseln sind insbesondere durch Charles Darwin bekannt geworden, dessen Evolutionstheorie dort eine Reihe von Anstößen erhielt.


Heute bieten die Galapagosinseln ein ideales Freilandlabor zur Beobachtung der Evolution. Insbesondere die Arbeiten von Rosemary und Peter Grant über einige Arten der Darwinfinken gelten als bahnbrechend. Auf einigen der kleinen Inseln war es ihnen möglich, über mehr als 20 Jahre hinweg jedes der bis zu 2.000 Individuen der dort lebenden Finken durch Beringen zu verfolgen. Entgegen ihren Erwartungen (und denen der übrigen Fachwelt) konnten sie den Einfluss der natürlichen Selektion auf die Finkenpopulationen in diesem kurzen Zeitraum nachweisen.

Bartholome

Karg und Faszinierend sind die Lavalandschaften auf Bartolome. Sie haben Ähnlichkeit mit Mond- oder Marslandschaften. Früh morgens machen wir einen Aufstieg auf den nur 114 Meter hohen Gipfel der Insel.

hellgraue Tiquiliapflanzen

hellgraue Tiquiliapflanzen

Der Weg führt durch eine trostlose und doch bizarre, gewaltige Mondlandschaft aus Bimsstein, Schlacke und Asche, in der mehrere Krater liegen. An den Hängen wachsen hellgraue Tiquiliapflanzen, die ihren Wasserbedarf nur durch den spärlichen Morgentau auffangen können. Angekommen am Gipfel der Insel, bietet sich uns ein einzigartiges und atemberaubendes Panorama. Diesen spektakulären Ausblick hat man auf die Insel Santiago!

Die Insel gehört zu den wenigen Inseln des Archipels, auf denen nicht die Tierwelt dominiert, sondern die großartige Landschaft. Die Tierwelt beschränkt sich in diesem Teil der Insel nur auf Lavaechsen und einige wenige Meerechsen.

Etwas weiter im Süden ragt eine weitere kleine Insel, das Urbild eines Vulkans, aus dem Meer. Ihr spanischer Name Sombrero Chino beschreibt ihre Form recht genau. Auf ihren karamellfarbenen Hängen wachsen nur einige zwergförmige Brachycereus-Kakteen, aber in dem smaragdgrünen Kanal, der sie von der Nachbarinsel Santiago trennt, wimmelt es von Seelöwen.

Lavafelder auf Bartholome

 Der Strand

Die Tiere